Open Europe Berlin

Eine neue EU-Afrika-Politik

Weitestgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit wurden in den letzten Jahren umfangreiche Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und regionalen Wirtschaftsgemeinschaften in Afrika vereinbart. Die Economic Partnership Agreements (EPA) könnten einen Wendepunkt im Verhältnis zwischen Afrika und der EU darstellen. Nach Jahrzehnten der fehlgeleiteten Entwicklungshilfe nach dem Gießkannenprinzip scheint sich auch in Brüssel die Ansicht durchzusetzen, dass eine europäische Afrikapolitik nötig ist, die auf Förderung von Rechtsstaatlichkeit, Marktwirtschaft und Demokratie setzt. Wie diese seitens der EU aussehen soll, ist bislang jedoch unklar.
Open Europe Berlin widmet sich daher dem Thema Afrika im Jahr 2016 mit einem Sonderprojekt. Im Fokus stehen dabei nicht nur die Förderung Handelsbeziehungen zu den rasant wachsenden afrikanischen Volkswirtschaften. Auch die Herausforderungen der Flüchtlingspolitik und des Aufbaus von marktwirtschaftlichen Demokratien sind von überragender Bedeutung für einen Richtungswechsel in der EU-Afrikapolitik. Mit fundierten Analysen und Veranstaltungen will Open Europe Berlin gemeinsam mit Partnern in Europa und Afrika die EU-Afrikapolitik mit neuem Inhalt füllen und zu marktwirtschaftlichen Reformen animieren.
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Wanderung von Waren statt von Menschen: Von Carl Christian von Weizsäcker

Von Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker: Der dominante Grund für transnationale Wanderungen ist die Not. Die Menschen verlassen die Heimat, wo Hunger oder Bürgerkrieg herrschen. Sie streben dorthin, wo sie diesen Gefahren für die eigene Existenz entrinnen können. Die heutige Flüchtlingsbewegung nach Europa ist hier keine Ausnahme.

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Africa Rising: Interview mit Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate

In der ersten Ausgabe der neuen OEB-Interviewreihe “Africa Rising” erklärt Bestsellerautor und OEB-Projektmentor Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate seine Sicht auf Afrika. Was sind die drängendsten Probleme, wo liegen die großen Chancen und welche Rolle kann uns soll die EU spielen?

Foto: speedpropertybuyers.co.uk/
Was bedeutet ein Brexit für Afrika?

Von Florian Hartjen: Auch Afrika blickt gebannt auf das britische Referendum über den Verbleib in der Europäischen Union. Und das zu Recht, denn eine Analyse zeigt: Ein Brexit birgt nur Nachteile für die Länder des afrikanischen Kontinents.

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Afrika auf dem Weg zu Frieden, Freiheit und Wohlstand

Eine Analyse über die Chancen und Herausforderungen der Economic Partnership Agreements (EPAs) durch den OEB-Projektleiter EU-Afrika Florian A. Hartjen. Erschienen im Magazin Global&Liberal, herausgegeben von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.  

Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate, Mentor
  • Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate, Mentor

  • „Der afrikanische Kontinent hat das Potential zur treibenden politischen und ökonomischen Kraft des 21. Jahrhunderts zu werden. Gleichzeitig kann es gelingen, Millionen Menschen, die derzeit in bedrückender Armut leben, ein Leben in Wohlstand und Freiheit zu ermöglichen. Einer reformierten Afrika-Politik der Europäischen Union kommt bei diesen Bemühungen eine Schlüsselrolle zu. Gelingt es, eine Partnerschaft auf Augenhöhe anzustoßen, die auf Sozialer Marktwirtschaft, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie setzt, kann Europa als Afrikas wichtigster Handelspartner wesentlich zu einem afrikanischen Wirtschaftswunder beitragen. Ich freue mich, Open Europe Berlin als Initiator einer neuen EU-Afrika-Politik unterstützen zu können. Diese Initiative kommt zum richtigen Zeitpunkt und hat das Potential, die Afrikapolitik der EU aus der Zivilgesellschaft heraus auf neue Fundamente zu stellen.“